SOLARIS - Themen der letzten Jahre


BRÜCKEN FÜHREN ZUEINANDER
Gedanken über Versöhnung, Verzeihen und wieder zueinander finden

Die Brücke ist für mich ein wunderschönes Symbol. Sie verbindet weit entfernte Ufer, hilft Dir über tiefste Gräben, reißende Wasser, kürzt weite Wege ab, verbindet Getrenntes und ermöglicht Begegnungen. Über Brücken kann man gehen und Brücken kann man bauen, selbst wenn es immer wieder Menschen gibt, die sie zerstören.

Es gibt auch Menschen, die wie Brücken sind. Sie verbinden Unvereinbares. Und es gibt auch Menschen, die ihr Leben riskieren um Brücken zu bauen, um Abgründe wie Haß, Intoleranz, Egoismus zu überwinden, denn sie wissen, daß wir, je näher wir uns kommen, umso besser verstehen werden und am Ende sogar lieben können.

Aber auch Vergebung, Verzeihen baut Brücken über so manche Schwäche, Verfehlung, Verletzung, Haßgefühle oder Bitterkeit und bewahrt so unsere Herzen vor dem reißenden Fluß der Lieblosigkeit.

Es werden so Eigenheiten, Andersartigkeit überbrückt und Menschen unterschiedlichster Charaktere oder Rassen verbunden.
Im Bild der Brücke finde ich auch die Liebe zwischen den Menschen, das verstehen, das Dienen, das freundliche Wort, die Anerkennung, das Opfer, das Gebet, die Treue (vor allem in schlechten Tagen) und all das, was mich mit einem Menschen verbinden kann.

Oft verläßt mich (und wahrscheinlich auch Sie) der Mut zu solch einem Brückenbau. Es ist eben nicht so leicht, sich verbunden zu fühlen mit Menschen, die man nicht mag, die man nicht verstehen kann, die mir mißtrauen oder mich enttäuschen oder mit denen man im Streit lebt. Und doch sind wir unser ganzes Leben lang auf gerade solche Brücken angewiesen.

Deshalb sollten wir nicht nur immer wieder Brücken suchen, sondern auch täglich mir neuer Kraft und Zuversicht Brücken bauen und über diese gehen.
Mia

Wenn wir heute mit offenen Augen durch die Welt gehen, müssen wir uns eingestehen, daß die Menschheit trotz aller Entwicklung im technischen und materiellen Bereich, in anderen Bereichen total hilflos einher irrt und die Orientierung verloren hat. Dies bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Menschen, sondern auf die ganze Menschheit. Warum ist das so?

Nun, der heutige Mensch hat den Kontakt zur eigenen Seele verloren. Wir kennen uns selber nicht, wie also können wir die Anderen kennen? Nur wenn wir uns selbst kennen, nicht nur unsere Höhen, sondern auch die Abgründe unseres Mensch-Seins, können wir hoffen, den universellen Sinn des Lebens zu entdecken. Der Kosmos befindet sich in uns selbst. Wir müssen mutig genug sein, nach ihm zu suchen. Erst wenn wir gelernt haben, uns selbst zu achten und zu respektieren, können wir das gleiche auch im Anderen sehen. Sollte uns dies nicht bewußt werden, wird sich keine Wende ergeben. Wir irren weiter im eigenen Leben umher, ziel- und planlos, die Lösung immer im Äußeren suchend, nicht erfassend, daß wir die Brücke schlagen müssen, von unserem Mikrokosmos zum anderen, um uns miteinander im Makrokosmos zu verankern. Dies kann uns im einzelnen nur im bewußten Annehmen des Anderen, in der Akzeptanz seines Anders-Seins, sowohl den Einzelnen, wie auch in der Gruppe gelingen.

In diesem Sinn möchte ich einen bekannten Satz etwas abwandeln. "Nicht der Weg ist das Ziel", sondern nur ein Anfang zu den Brücken, die wir im Laufe eines Lebens nicht nur erbauen, sondern auch betreten und überschreiten müssen, um den Weg gemeinsam fortsetzen zu können.
Adelheid

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