UFOs: Die Kontakte - Joseph Wanderka 1954

"Joseph WANDERKA wurde am 8. Oktober 1929 in Wien gebo­ren, verbrachte seine Kindheit in Österreich, um nach dem Tod seines Vaters 1940 mit seiner Mutter in die österreichische Hauptstadt zurückzukehren. Dort lernte WANDERKA schon früh die Schrecken des Natio­nalsozialismus kennen und schloß sich 1944 einer antifa­schistischen Gruppe an. Nach dem Krieg mußte WANDERKA den Preis für seinen Antifa­schismus zahlen: Er war häufig arbeitslos, wurde immer wieder entlassen, als seine rechtsgerichteten Arbeitge­ber von WANDERKAs linker Vergangenheit erfuhren. Die Zeit seiner Arbeitslosigkeit nutzte WANDERKA zu aus­gedehnten Spazierfahrten mit seinem motorisierten Fahr­rad im Umland von Wien.

Auf einer dieser Fahrten, im Sommer 1954, bemerkte WANDERKA am Himmel über dem Häusermeer von Wien einen glänzenden, zigarrenförmigen Flugkörper von der Größe eines Verkehrsflugzeuges.

Ende August/Anfang September 1955 befand sich WAN­DERKA wieder einmal auf Fahrradtour, diesmal südlich von Wien, in der Nähe des Ortes Arbesthal, in dessen Umfeld sich mehrere kleine Wäldchen befinden. WAN­DERKA liebte es, auf schattigen Waldwegen zu fahren, und so fuhr er oft gegen Morgen in diese Gegend, um den Tag in der freien Natur zu verbringen. Gegen 14.00 Uhr an diesem Tag bemerkte WANDERKA, als er einen Waldweg befuhr, ein metallisches Glänzen durch das Geäst der Bäume, das ihn neugierig machte. An den Bäumen und Sträuchern vorbei fuhr er hin und ge­langte unvermittelt auf eine Waldlichtung, auf der im Wiesengras ein metalli­scher, diskusförmiger Kör­per von etwa 2,5 Metern Höhe und 10-12 Metern Breite stand.

Das Objekt hatte keinerlei Aufbauten oder sichtbare Fenster, Luken, Schein­werferöffnungen oder Leit­werksflächen auf seiner glat­ten und linsenförmig ge­wölbten Außenfläche. Die einzige erkennbare Öffnung schien eine quadratische, zwei Meter breite Tür zu sein, zu der eine etwa 4 Meter lange Aufgangsrampe führ­te. Da das Innere des Ob­jektes hell erleuchtet war und durchaus einladend wirkte, faßte WANDERKA sich ein Herz und fuhr über die Rampe hinein.

Im Inneren standen, ihn offenbar bereits erwartend, sechs Personen, alle etwa 1,80 m groß, mit makellos schönen Gesichtern, wie man sie, so WANDERKA, auf der Erde nur bei Kindern zwischen 6 und 10 Jahren findet. Sie waren mit mattgrauen Overalls bekleidet, die weder Stoff­strukturen noch Nähte, weder Taschen noch Eingriff­söffnungen erkennen ließen. Die Schuhe waren mit die­sem Kleidungsstück verbunden, ebenso ihre Hand­schuhe. Der Hals ragte aus einer »Krause«, die ihn wie ein leichter Schal zu umschließen schien. Sie trugen mit­tellange, blonde Haare.

Der Innenraum des Objektes war in einem angenehm gelblichen Licht »indirekt« beleuchtet, ohne daß eine Lichtquelle zu erkennen war. Auch konnte er keinerlei Armaturen entdecken, vielleicht aber auch nur, weil die Fremden davorstanden.

Etwas verlegen angesichts der sechs Personen nann­te WANDERKA kurz seinen Namen und seinen Wohn­sitz und entschuldigte sich für sein unerlaubtes Ein­dringen in ihr Schiff. Die Antwort der UFO-Besatzung lautete, daß sie nach irdischen Maßstäben »vom ober­sten Gipfel der Kassiopeia« kämen. Erstaunt fragte WAN­DERKA, woher sie dann seine Sprache beherrschten. »Weil wir diese gelernt haben«, war die Antwort. Ihre Stimmen entsprachen dem Organ einer erwachsenen Frau mit heller Stimme. Sie sprachen mit einem leich­ten Akzent. Als guter Sozialist fragte WANDERKA die Außerirdischen nach der auf ihrem Planeten herr­schenden Gesellschaftsordnung, nicht ohne vorher zu erklären, daß auf der Erde eine soziale Ungerechtigkeit herrscht, daß sich hier eine privilegierte Oberschicht das Paradies auf Erden schafft, während unterprivile­gierte arbeitende Volksschichten in Lohnsklaverei für sie arbeiteten.

Die UFO-Besatzung hörte diesen Ausführungen eben­so aufmerksam wie geduldig zu, erwiderte aber, daß es in ihrem eigenen Staatssystem keinerlei Unterschiede mehr gebe und daß sie die Gesellschaftsformen auf der Erde für längst überholt hielten.

Begeistert von dieser außerirdischen Unterstützung sei­ner politischen Meinung bat WANDERKA die Raum­schiffbesatzung, doch auf der Erde zu intervenieren und die vorherrschenden Mißstände zu beseitigen. Er er­wähnte dabei das seiner Meinung nach durch soziale Ungerechtigkeit hervorgerufene Elend ganzer Länder, nannte Seuchen und Hungersnöte.

Zu seiner Verblüffung erklärte die Crew, daß er selber als Erdenmensch die Führung einer solchen Aktion über­nehmen müßte, um daß sie durchaus nicht gekommen seien, und sich in irdische Angelegenheiten einzumischen. Er als Bewohner des Planeten Erde würde doch am be­sten herausfinden können, wie eine solche Umwälzung der sozialen Gesamtstruktur der Erde zu bewerkstelli­gen sei, und dafür solle er sich einsetzen.

Verzweifelt über die so schnell geplatzte Illusion wies WANDERKA dieses Ansinnen zurück, verwies stattdes­sen auf die Macht der Staatsführer und der herrschen­den Klasse, auf korrupte Politiker, die einer privilegier­ten Schicht erst zu ihrer Macht verhalfen und auf Adolf Hitler, den das Großkapital an die Macht gebracht hät­te. Die Heftigkeit und Leidenschaft von WANDERKAS Plädoyer rührte die Außerirdischen so, daß sie zu wei­nen begannen, was WANDERKA wiederum so unange­nehm war, daß er sich kurzerhand verabschiedete und sein Fahrrad umdrehte. Die Außerirdischen erwiderten seinen Abschiedsgruß mit einer Verneigung. Dann fuhr WANDERKA über die Rampe auf die Lichtung, schließ­lich wieder nach Hause.

Während WANDERKA in den folgenden Tagen förm­lich auf eine erneute Kontaktaufnahme wartete, weil er das Gespräch mit den Außerirdischen für noch nicht abgeschlossen hielt, geschah nichts. Es dauerte 18 Jahre, bis WANDERKA seine nächste UFO-Sichtung haben sollte.

Er befand sich Mitte Juni 1973 in der Herzstation des Wiener Hanusch-Krankenhauses nach einem Kreislauf­zusammenbruch Anfang Juni. Eines Nachts wachte er gegen 1.00 Uhr früh auf, ging zum Fenster des Kran­kenhauses, um frische Luft zu schnappen, schaute auf den Nachthimmel über der Peripherie von Wien. Nach einigen Minuten sah er ein weißes Licht, gleißend hell, das von einer senkrechten Flugbahn aufsteigend in ei­nen exakten Kreisbogen einschwenkend weiterflog, um seine Flugbahn in horizontaler Richtung fortzusetzen. Nach weiteren Sekunden der Beobachtung veränderte das zuvor gleißend weiße Licht seine Farbe in ein pul­sierendes Rotlicht, bis es schließlich aus WANDERKAs Blickfeld verschwand.

Seine vierte UFO-Sichtung hatte WANDERKA Mitte März 1975 während eines Urlaubs in St. Corona am Wech­sel in Niederösterreich. Nach mehreren schneelosen Wintern setzte in diesen Tagen der erste Schneefall ein, und WANDERKA nutzte die Gelegenheit zu Spaziergängen in der verzauberten Winterlandschaft. Bei einem dieser Spaziergänge machte ihn seine Begleiterin auf ein Na­delwäldchen aufmerksam, das besonders schön im Gegenlicht der Sonne erstrahlte - als WANDERKA fünf Leuchtobjekte am schneewolkenbedeckten Himmel be­merkte. Er riß seine Kamera hoch, schoß ein Foto - be­vor die Objekte so schnell wieder verschwunden waren, wie sie aufgetaucht sind."

aus dem Buch:  "UFOs: Die Kontakte" von M. Hesemann